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Wieso verlandet ein Weiher ?


Die Pflege eines Weihers könnte man mit der eines Ackers vergleichen.

Der Bauer kultiviert und bearbeitet sein Feld, entfernt unerwünschte Pflanzen und Steine und bringt Dünger aus, um dem Feld neue Energie zuzuführen. Gibt der Bauer das Feld auf, so erobert die Natur dieses zurück.
Daher es verwildert und ist alsbald nicht mehr bestellbar.
Das gleiche gilt für den Weiher.

Wird er nicht regelmäßig gepflegt, breitet sich die Pflanzenwelt ungehindert aus. Zunächst liefert der starke Pflanzenwuchs den Fischen reichlich Nahrung, sodass sie kein oder nur wenig Interesse an Ködern zeigen. Gerade bei einer sehr starken Vermehrung der Flora im Weiher muss man achtsam sein.
Denn die Wasserpflanzen sterben ab, sinken zu Boden und faulen dort.
Es bildet sich immer mehr Schlamm, auch durch Laub und Äste, die ins Wasser fallen, was den Weiher mit der Zeit stetig verlanden lässt. Das Gewässer bekommt immer mehr Nährstoffe, es eutrophiert. (Überdüngung)
Dadurch wiederum bilden sich vermehrt Algen. Schilf- und Binsenbewuchs dringt ins Wasser vor und tragen zur Entstehung von Bereichen stehenden Wassers und damit auch zur Verlandung bei.

Der Lebensraum der Fische und anderen Tieren wird immer kleiner und das Gewässer wird stetig sauerstoffärmer, denn aufgrund des sinkenden Wasserstandes kann der Weiher weniger O² (Sauerstoff) speichern und wegen der fehlenden Strömung Binsen,Schilf, Gräser) weniger O² aufnehmen.
Wird dem nicht Einhalt geboten, gewinnen die Abfallstoffe immer mehr die Oberhand, dem Wasser mangelt es an Sauerstoff und das Gewässer kippt. Daher die Fische sterben und auch die Pflanzen haben dann keine Chance mehr nachzuwachsen.  
                                                                                                   

Was muss also getan werden, um diesen Ablauf zu verhindern. Es kann natürlich ein Bagger zur Entschlämmung des Gewässers eingesetzt werden. Doch mal von der finanziellen Seite abgesehen, ist es ein irrsinniger Arbeitsaufwand je größer der Weiher. Das Wasser muss abgelassen werden, der Schlamm entsorgt werden, usw. Außerdem würde sich die Bodenstruktur nachhaltig verändern.

Deswegen packt man das Übel an der Wurzel am besten mit regelmäßigen, kleinen Arbeiten am Weiher.
Dabei sollte der Weiherboden entkrautet, der Schilf- und Binsenwuchs am Ufer gelichter, die über das Wasser hängenden Baumkronen und Äste abgesägt werden und die im Wasser liegende Äste und Zweige ans Land geholt werden. Die im Herbst auf der Wasseroberfläche schwimmenden Blätter mit einem Netz abgeschöpft werden.