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Diese Aufnahme wurde im Herbst 1971 von Herrn Paul Kremer gemacht.


Herr Paul Kremer wohnhaft in Spangdahlem hatte von August 1971 bis März 1972 eine schriftliche Hausarbeit zur Ersten Prüfung für das Lehramt an Volksschulen sein            Staatsexamen über diesen Weiher geschrieben.                                                                  In dieser Examenarbeit untersuchte Herr Kremer die Pflanzen.- und Tierwelt des            Weihers über den o.g. Zeitraumes, nahm Wasserproben, untersuchte das Plankton und   bestimmte einzelne Organismen.                                                                                                                                                                                                                                      Hier nun einen kleinen Auszug aus dieser Arbeit.                                                                

Der Weiher liegt geschützt in einem Wiesental, ungefähr 312 m über NN. Das Gewässer  wurde um 1880 als Feuerlöschteich angelegt. In seinem Umfang hat der Weiher etwa die Form einer Ellipse. Die Längsachse ist etwa 37 m lang und die Breite beträgt ca. 14 m. In der Regel ist das Wasser während des Jahres hindurch etwa 40 bis 50 cm und an der tiefsten Stelle ungefähr 60 cm tief. Infolgeder Trockenheit im letzten Sommer ging der Wasserstand um mehr als 20 cm zurück. Im Februar 1972 war der Weiher durch die Schneeschmelze und durch die Regenfälle an seiner tiefsten Stelle etwa 80 cm tief.         Das Gewässer hat keinen natürlichen Zulauf.                                                                       

 
Vom Pächter des Weihers wurde ein künstlicher Zufluß zu einem etwa 3 m entfernten Wiesenbächlein geschaffen, der je nach Wasserbedarf geöffnet oder geschlossen werden kann.  Meiner Meinung nach wird die Zusammensetzung der Lebensgemeinschaft des Weihers u.s. auch durch die in etwa 5 m  vom Rand des Weihers gelegene Stallmistablagerungsstätte  und von dem erwähnten Zufluß geprägt.  Auf die Faktoren, die möglicherweise von der Existenz dieser Dungstätte herrühren, werde ich im Verlauf meiner Ausführungen noch näher eingehen.                                    Das  Wasser des Zuflußbaches setzt sich zum Teil aus dem Regenwasser der anliegenden Wiesen  und Felder und zum Teil aus dem Abwasser der Flugplatzwohnsiedlung Spangdahlem zusammen.

Diese  Abwasser aus der  Wohnsiedlung besteht hauptsächlich aus dem Oberflächenwasser der Straßen und Gehwege und aus Küchenabwässern.  Ölhaltiges Wasser wurde in diesem  Zufluß noch nicht festgestellt. Einen Abfluß besitzt dieser Weiher nicht, so daß also im allgemeinen ein Wasserverlust nur durch Versickerung  in den Boden und durch die Oberflächenverdunstung möglich ist.                                           

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Die Sichttiefe im Weiher betrug oft nur 50 cm. Dies war zum Teil wohl auch deshalb der Fall, weil das Wasser viele tote organische Stoffe enthielt und weil der Schlamm von denen sich im Weiher befindenden Karpfen ständig aufgewirbelt wurde. im allgemeinen reichte jedoch auch in diesem Gewäseer die Sichttiefe bis zum Weiherboden.                   
 
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Am 19.2.1972 war das Wasser stark bläulich gefärbt. Bei näheren Untersuchungen konnte ich einen starken Besatz an blaualgen ( Oscillatorisspec.) feststellen. Es muß sich um eine sogenannte " Wasserblüte " gehandelt haben.                                               Ich schätzte, nachdem ich etwa den zehnten Teil eines ml Weiherwasser unter dem Mikroskop ausgezählt hatte, daß 1 ml Wasser etwa 8000 bis 10.000 Einzelorganismen enthielt.                                                                                                                                  Ich bin überzeugt, daß der hohe pH-Wert am 23.02.1972 mit dieser Massenentwicklung von Blaualgen unmittelbar in Beziehung steht, zumal noch am 24.02.1972 eine große Anzahl von Algen im Wasser vorhanden war.............................................